Teilnahme der 7A-Kl. an den Gedenkfeierlichkeiten zum KZ Melk
Wie schon im Vorjahr nahm am Montag dem 14. Mai 2012 die 7.A-Klasse an der jährlichen Gedenkfeier bei der Gedenkstelle des Krematoriums des ehemaligen KZ-Außenlagers Melk teil. Bis Anfang April 1945 kamen ca. 14.000 Menschen aus rund 30 Nationen nach Melk in dieses Lager, welches für die unterirdische Verlagerung von Produktionen des Steyr-Konzernes errichtet worden war.
Die SchülerInnen übernahmen den kreativen Teil der Veranstaltung, die heuer unter dem Motto „Rassistische Verfolgung – von der Ausgrenzung zur Vernichtung“ stand. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die einzelnen Volksgruppen der Juden, Roma und Sinti gelegt, und so befassten sie sich schon Wochen davor im Religions- und Geschichteunterricht mit diesen Themen, um schließlich vor den Mitfeiernden, Angehörigen und Zeitzeugen unsere selbsterarbeiteten Texte zu präsentieren. Für die musikalische Gestaltung der Feier war, wie auch in den letzten Jahren, die Schülerband „Chill ´en Joy“ zuständig, die vor drei Jahren eigens aus Anlass des KZ-Gedenkens gegründet wurde. Ein weiterer musikalischer Beitrag kam von einer Schulklasse aus Frankreich, welche extra mit einigen Zeitzeugen angereist war, um der Gedenkfeier beizuwohnen. Bernard Maingot (Frankreich, KZ Nummer 62739) sprach über seine Jugend als 18jähriger im KZ-Außenlager Melk. Im Rahmen dieser Feierlichkeit erhielt außerdem Frau Blak, die Betreuerin der Gedenkstätte, eine Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement. Sie kümmert sich ehrenamtlich um Pflege und Instandhaltung und ist eine verlässliche Ansprechperson für interessierte Besucher.
Wie jedes Jahr verließen die SchülerInnen mit gemischten Gefühlen den historischen Schauplat; ist es doch immer wieder ein emotional sehr aufwühlendes Erlebnis, Zeitzeugen, die oft sogar in ihrer Häftlingskleidung oder -uniform antreten, über die Geschehnisse und ihre Erfahrungen sprechen zu hören, die dadurch, so wollen wir hoffen, niemals in Vergessenheit geraten.
Warum bist du anders?
Warum sagst du, sie ist nicht wie wir?
Warum zeigst du mit dem Finger auf ihn?
Warum meinst du, ich bin anders?
Warum?
Es gibt keinen Grund.
Du und ich, wir sind nur wir.
Genau wie ihr.
(Sophie Rosenwirth)