Saniobfilm 2016 (Rumänien) © moviementum Filmproduktion

Fotos vom Sozialprojekt in Saniob (Rumänien) - Juni 2014

Fotos vom Sozialprojekt in Saniob (Rumänien) - Juni 2013

Mehr Fotos vom Saniob-Sozialprojekt 2013 hier:

Fotos vom Sozialprojekt in Saniob (Rumänien) - Juni 2012

Fotos vom Sozialprojekt in Saniob (Rumänien) - Juni 2011


FRANZ PÖCKSTEINER: „Weisheitserfahrungen“ in Saniob

Wenige Wochen vor Schulschluss, wenn die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in Form von Noten für das Jahreszeugnis beurteilt werden und das „Wissen“ honoriert wird, planen einige Lehrer zusammen mit interessierten Jugendlichen aus den 6. und 7. Klassen die schon traditionelle Arbeitswoche im rumänischen Saniob. Mag bei den Schülern dieses Engagement eher der Abenteuerlust entspringen, sehen wir Lehrer diese vorletzte Schulwoche mehr als Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen im Sozialbereich zu machen. Steht im Laufe des Schuljahres das „Wissen“ im Vordergrund, bietet die Arbeitswoche für und mit den Kindern eine große Chance, sich vor allem „Weisheit“ für das eigene Leben anzueignen.
Unsere Schüler/-innen werden dort jene fünf Berufsschüler antreffen, die im Herbst 2010 durch Spendenaktionen in unserer Schule mit insgesamt € 2.700.- unterstützt worden sind. Weitere € 625.- nehmen die Schüler heuer nach Saniob mit, um dort notwendige Bau- und Renovierungsmaterialien ankaufen zu können.
Dafür haben einige Klassen durch verschieden Aktivitäten Geld gesammelt:
2B-Klasse € 331.- (Verkauf von Mehlspeisen)
2D-Klasse € 64.- (Theateraufführung)
3. Klassen € 100.- (Schülerzeitung)
Altmelker € 130.- (Fußball-Hallencup)
Die Schülerinnen und Schüler werden am 18. Juni nicht nur mit Geld und viel Engagement nach Rumänien fahren, sondern echt „bereichert“ am 25. Juni nach Melk zurückkommen.
Mit dabei wird auch wieder Andreas Wabro (7A) sein, der seine Eindrücke vom Vorjahr wie folgt niedergeschrieben hat:



Saniob 2010 – ein unvergessliches Abenteuer

Die ersten Sonnenstrahlen des angebrochenen 19. Juni verheißen viel – eine ungewohnt lange, heiße Fahrt, fremde Länder, fremde Kulturen, fremde Sitten. Die Schnellstraßen Rumäniens sprechen für sich; zwar sind 50 km/h Fahrtempo immerhin 10mal schneller als per pedes durch die anmutig flache Landschaft zu schreiten, die Schlaglöcher verhindern jedoch ein schnelleres Weiterkommen.
Der erste Eindruck – gemischte Gefühle. Zwar erstrahlt das Regenbogenhaus in eindrucksvoll glänzendem Weiß, wir merken dennoch, dass wir einiges zu tun haben werden.
Wir 29 Schüler der 6. und 7. Klassen und die Lehrer Prof. Apfelthaler, Prof. Fasching und Prof. Pöcksteiner werden herzlich empfangen, beziehen unsere Zimmer und nehmen das erste, fürstlich zubereitete Abendessen ein. Die Verpflegung bleibt die ganze Woche über vorzüglich.
Die Arbeitseinsätze, so gewagt manche auch sein mögen, machen Spaß und lassen zum einen erkennen, wie wichtig Teamwork und Kommunikation untereinander sind, zum anderen vermitteln sie die ehrliche Bereitschaft und Fähigkeit, aktiv mitzuhelfen, zu ändern, zu verschönern.
Und – ob „Bretter mit Öl einlassen“, „ein Eisengerüst von Rost befreien und danach streichen“ oder „Innengänge und Esszimmer ausmalen“ – man hat immer ausreichend Zeit, das Werkzeug ruhen zu lassen und mit den Kleinen zu spielen, herumzutollen und den Tag so verstreichen zu lassen.
Die Tage vergehen wie im Flug, auch durch die zahlreichen Ausflüge, die uns die Landschaft und die Kultur etwas näher bringen: mit dem Bus nach Oradea, zu Fuß durch die Weinberge rund um Saniob, mit der Pferdekutsche übers Land. Diese Aktivitäten lassen uns die Armut erkennen, die sich auf dem Land besonders schnell ausbreitet und - so scheint es - immer größer wird.
Beim Fußballspielen, Langosbacken und vor allem beim abendlichen Zusammensitzen am Lagerfeuer werden Momente erfahrbar, die man nie mehr vergessen möchte.
So erleben wir alle auch den Moment des Abschieds, der für einige von uns sehr schmerzlich ausfällt, haben wir ja nicht nur fleißig mitangepackt, sondern auch Freundschaften geschlossen und lachende Gesichter in unsere Herzen aufgenommen.
Wir steigen in den Bus, blicken in die traurigen, aber auch erwartungsvollen Mienen der Kinder und denken für uns, jeder für sich: auf ein nächstes Mal!

Andreas Wabro, 7A


Ein Abend für Saniob:

Am 24.02. 2011 fand im Kolomanisaal ein Benefizabend für die Kinder in Saniob statt. Der Abend wurde von der Literatengruppe von Fr. Prof Juliane Mistelbacher und vielen Musikbeiträgen von Fr. Prof Tamara Haas, Hr. Prof. Josef Schweighofer und Hr. Prof. Christian Gruber gestaltet. Die beteiligten Klassen, 5B, 5D/ME, 6A, 6C/ME, 7ABD, 8C/ME stellten ihr gesangliches und instrumentales Talent mit Werken aus Klassik, Rock und Pop zur Schau, während die selbstgeschriebenen Texte der Literaten zu einer kreativen Ausgewogenheit des Programms beitrugen. In der Pause des gelungenen Konzertes wurde das zahlreiche Publikum von Frau Prof Susanne Eberstaller mit ihrer 6A mit köstlichen Broten und Getränken verwöhnt! Die Belohnung für den großen Aufwand bekamen die Schüler/-innen in Form der Spenden zurück! Danke allen, die zu diesem gelungenen Abend beigetragen haben!

Tamara Haas